game over. Filmprojekt gegen Gewalt
Diesmal soll es um Killerspiele gehen. Soweit waren sich die Jugendlichen zu Beginn des Workshops einig. Dies ist ein Thema, das nicht nur die Medien stark beschäftigt. Wie kann es dazu kommen, dass junge Leute Killerspiele zum Drehbuch für den eigenen Amoklauf nehmen? Zunächst stand das Finden einer geeigneten Story auf dem Plan. Gar nicht so einfach, denn nicht jeder Jugendlicher, der so genannte „Egoshooter spielt, wird zum Amokläufer. Nachdem eine Dokumentation zu diesem Thema gesehen worden war, schrieben die Teilnehmer, in zwei kleinen Gruppen eingeteilt, die Geschichte des Sven, der enttäuscht von seinem Umfeld in die Spielewelt flüchtet. Bald verschwimmen Spielewelt und Realität. Doch mehr soll hier noch nicht verraten werden.
Genug diskutiert, geplant und geschrieben! Im zweiten und größeren Teil des Workshops stand Filmpraxis auf dem Plan. Gedreht wurden drei Szenen: eine Verfolgungsjagd, ein Abschiedsvideo, das Sven und seine Probleme darstellt, und eine Szene im Klassenzimmer. Jeder durfte an die Kamera und in verschiedene Rollen spielen. Dazu wurden die Charaktere der einzelnen Figuren vorher von der Gruppe genau festgelegt.
Ein Storyboard mit Skizzen der einzelnen Einstellungen half ebenso beim Drehen. Nach jeder der drei Drehphasen wurde das Ergebnis auf der Leinwand gemeinsam betrachtet und gemeinsam entschieden, welche Einstellungen gut oder weniger gut gelungen sind. „Ich fand besonders gut, dass man alles selbst ausprobieren konnte, erzählt Caroline Fries, die im Adolf-Bender-Zentrum ein freiwilliges soziales Jahr macht. Es wurde viel gelacht und man sah den jungen Teilnehmern direkt an, wie viel Spaß sie beim Drehen hatten, auch wenn das Thema ernst ist.
Am Ende des Workshops stand die Frage, welche Botschaft mit dem Film übermittelt werden soll. Der Film soll vor allem eines zeigen, dass Gewalt keine Lösung für die eigenen Probleme ist. Auch soll er den Zuschauern zeigen, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Gemeinsam lassen sich Probleme meist besser lösen und vor allem ohne Gewalt!
Die Filmcrew braucht noch Unterstützung!
Das Filmprojekt ist Teil des Projektes "Medien für Verständigung" des Adolf-Bender-Zentrums, das gemeinsam mit der RWE Jugendstiftung gGmbH durchgeführt wird.
Falsche Freunde. Filmprjekt gegen Rechtsextremismus
Viel Theorie stand nicht auf dem Plan. Ausgerüstet mit leeren Storyboard-Blättern bekamen die Teilnehmer kleine Szenen zur Aufgabe, die gedreht werden sollten. Wichtig war es dabei, verschiedene Kameratechniken auszuprobieren sowie die Scheu vor der Kamera zu verlieren. „Ich musste vor allem viel lachen, erzählt Isabell Patuschka, die zunächst erst überredet werden musste, eine Rolle vor der Kamera zu übernehmen. „Besonders gut fand ich, dass man das Ergebnis später selbst auf der Leinwand betrachten konnte, fügt die 14-jährige hinzu. Der Webreporterin Vanessa Römer hat besonders gefallen, dass man ihre Szene selbst ausdenken und drehen durfte. Die Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren engagieren sich bereits seit längerem als Webreporter für mehr Toleranz und berichten hier auf dem Portal.
Infos bei Susanne im Adolf-Bender-Zentrum:
Tel. 06851/808279-3
oder susanne.schmidt@adolf-bender.de.